Liebe Bernriederinnen und Bernrieder,
viel wurde bereits in der Zeitung berichtet, ebenso in mehreren Ausgaben unserer Gemeindeinformation und in den Newslettern.
Die Gemeinde möchte das Gemeindezentrum durch den Bau des 3. Bauabschnittes fertigstellen. Dabei stellen sich für Sie als Bürgerinnen und Bürger sicherlich einige Fragen, die wir nach der Urlaubszeit gerne in einer Bürgerinformationsveranstaltung beantworten und mit Ihnen diskutieren möchten. Vorab erhalten Sie hier schon die wichtigsten Informationen:
Was ist geplant?
Nach über 25 Jahren können wir endlich unsere Dorfmitte wie geplant vollenden und das Gemeindezentrum mit dem historischen Sommerkeller und dem Rathausplatz fertigstellen. Das ist auch aus bautechnischer Sicht wichtig, weil das derzeitige Provisorium zur Abdeckung der Tiefgarage auf Dauer nicht mehr bestehen kann.
Das Besondere: Wenn wir heute zielstrebig handeln, wird der Großteil der Kosten durch einen außergewöhnlich großen staatlichen Zuschuss gedeckt – mit einer Zweckbindung von lediglich zehn Jahren. An diesem zentralen Ort entsteht ein vielseitig nutzbares Gebäude (z.B. Ausstellungshalle, Cafe, Büro- und Arbeitsräume) ohne neues Bauland zu verbrauchen. Mit den vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten, die gut mit dem Sommerkeller und dem Rathausplatz zusammenpassen, stärken wir zudem unseren Ruf als Urlaubs- und Künstlerdorf, der sich – anders als in vielen anderen Seegemeinden – nicht durch überfüllte Seeufer definiert, sondern durch Kultur, Qualität und Charakter.
Wenn wir diese zukunftsfähige Infrastruktur heute schaffen, dann mehren wir damit das gemeindliche Vermögen erheblich, ohne dafür zukünftig auf den Verkauf von Grundstücken zur Finanzierung zurückgreifen zu müssen.
Können wir uns das leisten?
Ja, und das sogar sehr gut. Der gemeindliche Haushalt wird kaum belastet. Bauherr soll ein Kommunalunternehmen sein, das das neue Gebäude an den Betreiber des Hauses vermietet. Mit dieser Miete kann nach dem aktuellen Konzept ein erforderliches Darlehen für den Eigenanteil von maximal 2.700.000 € problemlos bedient werden. Dazu kommen Zuschüsse aus nationalen Mitteln des Städtebaus von bis zu 5.680.000 € sowie bis zu 1.000.000 € vom Freistaat Bayern. Eine sichere Einnahmequelle für den späteren Betrieb und die Miete ist der Kurbeitrag, den wir dank jährlich rund 300.000 Übernachtungen erheben können.
Und was ist mit Schule, Feuerwehrhaus und anderen wichtigen Aufgaben?
Wir können das eine tun, ohne das andere zu lassen.
Das Projekt belastet den gemeindlichen Haushalt durch die Auslagerung in ein neues Kommunalunternehmen nicht. Auch personell wird die Gemeinde damit nicht überlastet: Die Bauabwicklung soll über ein erfahrenes Projektbüro erfolgen – dies ist in der Finanzierung und bei den Zuschüssen bereits berücksichtigt.
Aus unserer Sicht – die sich mit einer Mehrheit im Gemeinderat deckt – bringt die Fertigstellung des Gemeindezentrums, beispielsweise mit dem „Haus der komischen Kunst“, zahlreiche Vorteile für unsere Gemeinde, ohne sie finanziell oder organisatorisch zu überfordern.
Gerne können Sie uns Ihre Fragen für diese Veranstaltung auch vorab schicken. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!