Parkanlagen

Trägerin des Parks:

    Wilhelmina-Busch-Woods-Stiftung
    Starenweg 12
    82362 Weilheim i.OB
    Tel.: 0881/15 32
    info@bernrieder-park.de
    www.bernrieder-park.de

    Kuratoriumsvorsitzender: Karl-Otto Kullmann, Ministerialrat a.D.
    Kuratoriumsmitglieder: Franz Hinterstoißer, Dr. Johann Haimerl
    Parkpflegerin: Susanne Hlawaczek, Landschaftsarchitektin


     

     

Bernrieder Park

Der ca. 80 ha große, von Wanderwegen durchzogene Park am Südwestufer des Starnberger Sees wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrag von August v. Wendland durch den Münchner Oberhofgärtner Carl Effner und dessen Sohn Carl-Josef von Effner als Englischer Landschaftspark angelet. Viele alte Eichen, Buchen und andere seltene Baumarten sind noch Zeugen aus dieser Zeit. Uralte Baumriesen bilden einzigartige Biotope. 1949 wurde der Park von der damaligen Eigentümerin Wilhelmina Busch-Woods in eine Stiftung überführt und nach ihrem Tod 1952 für die Allgemeinheit zur Erholung geöffnet.
Der Park ist der landschaftliche Mittelpunkt des Baumdorfes Bernried am Starnberger See.

Der unter Landschafts- und Denkmalschutz stehende Bernrieder Park mit einer Fläche von ca. 80 ha liegt unmittelbar am Starnberger See südlich von Bernried a.S. Er soll nach dem Willen der Stifterin der Allgemeinheit zur Erholung dienen.

Das über 1,7 km lange Seeufer ist mit Ausnahme des sog. Teehauses (jetzt vermietet), unbebaut. 7,5 km Wanderwege mit zahlreichen Ruhebänken laden zu jeder Jahreszeit zu Spaziergängen ein. Kleine Badebuchten mit sandigem Untergrund verführen im Sommer zu einem Bad im See.

Der Park gehörte ab dem 11. Jahrhundert bis zur Säkularisation zum Bernrieder Kloster der Augustiner-Chorherren. Verschiedene Besitzerwechsel folgten. 1852 kaufte August von Wendland, bayerischer Gesandter am französischen Hof, den gesamten ehemaligen Klosterbesitz. Er ließ von 1853 bis 1863 durch den Münchner Oberhofgärtner Carl Effner, vor allem aber durch dessen Sohn Carl-Josef von Effner, den Park im Stil eines Englischen Landschaftsparks mit einem reizvollen Wechsel von Wiesen, Buschwerk und Solitärbäumen planen und gestalten. Viele alte Eichen, Buchen und andere seltene Baumarten sind noch Zeugen dieser Zeit. Durch „Sichtfenster“ in der Gehölzkulisse werden Blicke auf den See und die Alpgenkette freigegeben.

1914 erwarb Wilhelmina Busch, 1884 als 14. Kind geborene jüngste Tochter des deutschstämmigen Mitbegründers der heute weltberühmten Anheuser-Busch-Brauerei in St. Louis/USA, von der Familie von Wendland neben anderen Ländereien das Hofgut, 1941 auch den Park.

1949, drei Jahre vor ihrem Tod, brachte Mrs. Wilhelmina Busch-Woods, nach zweimaliger Witwenschaft nun Gattin von Sam Woods, dem damaligen Generalkonsuls in München, den Park in eine „öffentliche Stiftung des privaten Rechts“ ein, um ihn als „einzigartiges Naturdenkmal den kommenden Generationen in seiner Eigenart und Schönheit zu erhalten“. Die Stiftung erhielt den Namen ihrer Stifterin.

Die Grünflächen des Parks werden teilweise landwirtschaftlich genutzt. Die Grasnutzung für die Stammzucht des Graubraunen Höhenviehs, heute Deutsches Braunvieh, war von der Stifterin als Eigentümerin des Hofguts Bernried ausdrücklich gewollt und ist so in der Stiftungssatzung festgeschrieben. Der Park fügt sich als Gartendenkmal vortrefflich in das Gebiet des Pfaffenwinkels mit seinen zahlreichen Kunstwerken und Denkmalen ein.

Die als gemeinnützig anerkannte Wilhelmina Busch-Woods-Stiftung wird durch ein Kuratorium verwaltet, das aus drei Personen besteht. Das Kuratorium hat die Aufgabe, den Park im Sinne des Stiftungszwecks zu pflegen und in seinem Bestand zu erhalten. Die Zustiftung der 1990 verstorbenen Münchnerin Viktoria Neumüller bedeutete eine gewisse finanzielle Sicherung der kostenintensiven Parkpflege. Trotzdem ist die Stiftung für Spenden dankbar, aber darauf auch angewiesen. Diese sind steuerlich absetzbar.

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